Es sind die Wurzeln,
die uns binden.
An unsere Träume,
Wünsche und Konventionen.

Wir leben in Schattenwelten,
verloren in stummen Geschichten.
Einzig durchbrochen von falscher Freude
und großem Willen.

Und so
lässt er uns vielleicht bald
weiterziehen,
denn es muss sein.

Wir werden scheinen.
In viele kommenden Zeiten.
Und wir werden uns erinnern,
wenn wir längst über den Horizont gekippt sind.

Denn eines wird uns immer bleiben.
Diese Gedanken.
Und das Offenbaren.
Weil wir einander wir sind.

Und so gehen wir.
Weiter.
Und wir wissen nicht.
Aber wir sehen.

Und fühlen.

Im Fensterglas verschwommen das Ich erkannt,
fern gelegen, nicht verstanden.
Meine Spur ist längst verbrannt,
du lässt mich an mir selbst branden.

Und noch ein Glas Rotwein
in verrauchten Eckkneipen,
um endlich mal allein zu sein.
Ja, Herz reimt sich auf Schmerz

Und abseits dieses Fensters
mal sich selbst sehen.
In Klarheit eintreten,
die wertenden Blicke überstehen.

Wir werden nicht weichen,
sagte sie und fragte nach Feuer.

gleichgültig verliere ich allen Sinn für Form.

Weil ich an deine Hände denke,
die durch mein Haar streichen.
Und ja, manchmal sehne ich mich.

Pause…

“schreib nicht so viel”
und setzte sich zu mir.

Seine Augen unterlaufen,
sein langes graues Haar von einer Baskenmütze verdeckt.

Wir tranken Bier, Wein uns Whiskey
und wir sahen uns um

In dieser verrauchten Kneipe
fast morgens

Die Stammmenschen, die immer wieder kamen
er kannte sie gut

wir sprachen über Vietnam
und über Dylan

Stundenlang

Es waren Zeichen aus einer fernen Welt,
die zu mir kamen, durch den Rauch seiner Zigaretten

In all deinem Sein
in all deinem Streben
verwerfe deine Träume
um sie neu zu leben.

Bitte
glaube nicht zweifellos
verliere dich
lebe nicht übergroß.

Sei doch bitte
dieses kleine Konzentrat
das mich in meinem Leben
so tapfer begleitet hat.

diese Ansprüche
an denen die Welt gemessen wird.
sie sagen nichts
sie fragen nichts
nur klagen
können sie.

sie stammen aus unserer eigenen Hilflosigkeit
unserer Feigheit
endlich aufzubrechen
uns zu lösen.
was sind schon Konventionen
wenn nicht vom Mythos gemacht.

und wir
wir rennen nur noch
weiter
in ihre Zwänge.
voll von vermeintlicher Euphorie
oder Lüge.

wo ist nun die Freiheit,
die man uns versprach?

einsam unter Menschen sein
die nur in den Himmel blicken
trotzdem einmal glücklich scheinen
wenn sich Arme um dich schließen

wir stehen auf Wiesen
in Träumen
und Lichtgewittern
Euphorie umgibt den Rauch
und uns umgeben geheuchelte Gesprächsfetzen

Trunkenheit, Lüge
Ehrlichkeit in falschen, viel zu alten Worten
und
Nähe
manchmal auch nur in Gedanken

diese absurde, fremde Nacht.

 

 

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